Das Nikolausgedicht
Das Nikolausgedicht - Weihnachtsfeier 19.12.2010
Nikolaus 2010
Von drauss vom Walde komm ich zu euch her.
Ich muss euch sagen, dieses Mal viel es mir schwer!
Nicht dass der Weg mir zu beschwerlich sei.
Das ist mir völlig einerlei!
Doch meine Spione undercover,
die waren früher sehr viel braver.
Sie hatten alles mir gesteckt,
was ihr habt so alles ausgeheckt.
Doch dieses Jahr, ich weiß nicht warum,
blieben ihre Lippen lange stumm.
So hatte mein Redenschreiber nichts zu dichten.
Und somit ich nichts zu berichten!
Da wäre die Weihnachtsstimmung schnell verpufft,
wenn der Nikolaus starrt nur Löcher in die Luft!
Doch ein Engel stöberte in den Akten,
und brachte mir in letzter Minute noch ein paar Fakten.
In Niederbreitenbach, wie ihr alle wisst,
seit fast 40 Jahren euere Vereinshütte ist.
Dort ist der Andrang oft sehr groß,
denn es ist fast immer etwas los.
Beim Skikurs und der Arbeitstour,
da gibt es immer Action pur!
Doch im Sommer beim Seniorengrillen,
habt ihr auch mal Zeit zum Chillen!
Das Wort Chillen, für die Älteren erklär ich’s prompt,
aus der heutigen Jugendsprache kommt.
Als deutsches Wort fällt mir dazu Entspannung ein.
Man lässt also alle fünfe grade sein.
Auch lebt an diesem schönen Ort,
die Tradition des Schafkopfrennens fort.
Dieses Jahr war die Hütte richtig voll.
Der Hüttenwart und die Schatzmeisterin fanden´s toll!
In neun Partien wurde gekartelt, dass es nur so staubt.
Sogar das schmieren war an diesem Tag erlaubt!
Auch der Nachwuchs tat nach Punkten streben,
darum hat es auch einen Jugendtisch gegeben.
Doch beim Schafkopfen kommt es viel auf Erfahrung an,
deshalb gewann das Tournier ein Veteran.
Weger Jacke der Sieger heißt,
der kam sogar aus Niederbayern angereist.
Das Kartenspielen kostete viel Konzentration,
darum gab es für alle ein köstliches Menü zum Lohn!
Der Markus hat, das ist bekannt seit vielen Jahren,
wieder einmal einiges aufgefahren.
Es gab Schweinebraten und auch Schupfnudel,
und zum Nachtisch einen Apfelstrudel.
So gab es nur Gewinner in Siegerpose!
Manchem sprengte es nach dem guten Essen fast die Hose!
Wenn der Markus mal genug vom Kochen hat,
steht der Nachwuchs schon parat!
Über zwanzig Miniköche, ja das ist fein,
fanden sich deshalb Anfang Oktober auf der Hütte ein.
Die Kinder machten Butter und Marmelade,
und sogar ihre eigene Schokolade!
Auch Käse wurde zusammengerührt,
und alles schließlich verschnabuliert.
Fürs Nudelnmachen fehlte leider dann die Zeit,
doch die standen Gott sei Dank als Fertigware zum Verzehr bereit.
Viel Spaß hatten groß und klein!
Das freut auch den Nikolaus mit samt seinen Engelein!
Seinen 50. Geburtstag feiern wollte nicht der Robert Schmierl,
doch die Mauermeyer Sabine fand ein Hintertürl.
Sie hat per Rundruf viele Kampenwandler aktiviert,
und eine Überraschungsparty organisiert.
In Pullach ist Roberts Domizil,
drum kam als Location der Rabenwirt ins Spiel.
Der hatte für diesen Tag einen freien Raum.
Dass das geklappt hat, war ein Traum!
Jetzt kreisten die Gedanken verstärkt,
ihn dort hinzubringen, ohne dass er etwas merkt.
Doch Sabine konnte nach langem Sinnen,
seine Mutter als Lockvogel gewinnen.
Sie gab ihm an diesem Tage zu verstehen,
sie wolle abends in den Rabenwirt zum Essen gehen.
Als er dann in der Türe stand,
der Robert vor Erstaunen seine Sprache nicht mehr fand.
Der Raum war geschmückt mit Luftballons und Kerzen,
und die Kampenwandler gratulierten ihm von Herzen.
Und weil er trotz seines Alters noch hat so viel Schwung,
schenkten Sie ihm einen Fallschirmsprung.
Der Kuhn Kurt, wie ihr wißt,
ein alter Klettermaxl ist.
Mit seiner Frau und Peter, ihr versteht,
am liebsten er die Wand hochgeht!
Doch eines Tages, wie schrecklich nur,
seine liebe Frau zur Reha fuhr!
Zur selben Zeit, sein Entsetzen, das war groß.
Fuhr der Peter mit der Familie zur See als Leichtmatros!
So überredete er den Präse, und die beiden fuhren
zu einer seiner berühmten Pleasure Touren.
Pleasure bedeutet Vergnügen, das ist der Hit,
doch der Günter bekam davon nicht viel mit.
Zur Marienwand und zum Frauenwasser die Reise ging,
wo der Günter im Nachstieg in den Seilen hing.
Schwierigkeitsgrad 7 da brannten ihm Finger und Sohlen.
Da dachte er nur: „Den Kurt soll doch der Teufel holen“!
Zur Frühlingszeit in diesem Jahr,
eure Hauptversammlung war.
Da richtete der Markus sein Wort an alle,
sich zu treffen am Donnerstag in der Kletterhalle.
Danach hätte er Zeit, alle haben es vernommen,
zum Vereinstreffen vorbei zu kommen.
Doch der Günter dachte sich na klar!
Er hat nicht gesagt in welchem Jahr!
So dick, wie ein Telefonbuch, das ist ja allerhand,
ist das Tourenbuch der Sektion Oberland.
Das haben sie dann ganz geschickt,
an ihre Mitglieder verschickt.
Die Namen der Tourenführer, man kann´s kaum fassen,
haben sie einfach weggelassen.
Weil man eines gar nicht wollte,
von den anderen Sektionen eine Protestrevolte!
So wollte man dafür sorgen,
sich deren Tourenführer kostenlos auszuborgen.
Diese lockten Sie, das ist leider wahr,
mit einem stolzen Honorar.
So viel kann nicht zahlen euer Verein,
dazu ist die Kasse viel zu klein!
Damit von eurem Beiträgen alle profitieren,
tatet ihr es lieber in eure Hütte investieren.
Eine Gruppe Kampenwandler waren bereit,
zu einer Kletterpartie in Nassereit.
Um seinen Kopf vorm Steinschlag zu schützen,
würde ein Helm dort sehr viel nützen.
Doch der Günter oben ohne mitfuhr,
denn er wollte nicht ruinieren seine Frisur.
Doch der Teilnehmerin Anja, das ist kein Spaß,
fiel trotz Helm ein Stein auf die Nas.
Der unbehelmte Günter, stand da soeben,
etwa 5 Meter daneben.
Sein Kommentar, war dazu ganz gelassen,
da muss man halt besser aufpassen!
Peter, Günter und der Kurt,
fahren oft zusammen zum Klettern furt.
Zu diesem Zweck man sich einfand,
an der schönen Martinswand.
Doch kaum wurde Garmisch erreicht,
ist der Günter ziemlich schnell erbleicht.
Die anderen beiden machten sich daraus keinen Reim.
Doch dann sagte er: „Meine Kletterschuhe liegen noch daheim“!
Da guter Rat sehr teuer war,
Denn Peter hatte nur dabei ein Einstiegspaar.
Dass das nur bessere Turnschuhe sind,
das weiß schon jedes Kletterkind!
Doch Günters Füße passten nicht hinein,
deshalb musste Kurt ihm seine guten Schuhe leih´n.
Jetzt musste Kurt in den alten Latschen,
alles bis zum 6. Grad im Vorstieg hatschen!
Doch dass Allerbeste war,
am Ende Günters Kommentar!
Ein guter Vorsteiger kann auf jeden Fall,
als Erster klettern auch mit schlechtem Material!
Ein anderes Mal bei der Kletterei,
hatte der Präse seine Schuh dabei.
Doch beim Einstieg fiel ihm ein,
da muss noch ein Schuhband rein!
Denn beim Waschen ei der daus,
nimmt er die Bänder immer raus.
Als er also am Einstieg stand,
ein Bandl nicht den Weg in die Öse fand.
Drum fädelte er, er ist ja nicht dumm,
einfach seine Turnschuhbänder um.
Damit er mit den Schnürsenkeln hat keinen Verdruss,
empfiehlt ihm der Nikolaus Schuhe mit Klettverschluss.
Doch liebe Kampenwandler, wie ihr wisst,
euer Präse ist da Traditionalist.
Drum lieber Günter gibt der Nikolaus,
dir ein Paar himmlische Schuhbänder aus!
So liebe Leute, das ist es gewesen!
Ich habe alles vorgelesen.
Der Nikolaus findet das positiv,
dass ihr noch immer seid sehr aktiv!
Meinen Spionen ist hoffentlich jetzt klar,
dass der Informationsfluss besser werden muss im nächsten Jahr!
Denn mein Redenschreiber, wie ihr vielleicht wisst,
auch nicht mehr der Jüngste ist!
Damit er zum Schreiben hat mehr Zeit,
stellt ihm die Informationen frühzeitig bereit!
Denn so viel Stress, wie in diesen Tagen,
kann er nicht sehr oft vertragen!
Ich wünsche euch, das ist keine Frage,
noch wunderschöne Weihnachtstage!
Jetzt werde ich meinen Schlitten anspannen,
und zieh bis nächstes Jahr von dannen!
