Kraxengrat
Eine ausgeschriebene Führungstour
Die Tour (an der Kopfkraxe / Wilder Kaiser) stand schon lange in unserem Programmheft, ob´s nun am Wetter lag oder an der Länge zum Einstieg oder der ganzen Tour, das vermag ich nicht zu sagen. Es hat sich keiner angemeldet.....oder doch, ja einer aus der Jugendkletterszene 12 Jahre alt, aber da hatten dann die Mutter und auch ich Bedenken. 16 Seillängen sind halt doch lang.
So kam es, dass ich die Tour mit meiner Lebensgefährtin Tine gegangen bin.
Am Einstieg stand eine Gams, die hat als wir kamen ganz schön blöd g´schaut, und sich wohl gedacht: "was dearn denn de do?". Etwas bockig und immer wieder ungläubig zu uns schauend, ist sie dann abmarschiert.
Ja, es war zugegeben echt "saukalt", als wir nach zwei Stunden am Einstieg angekommen waren. Gerade mal 4 Grad zeigte das Thermometer und a bisserl windig war es auch.
Das konnte uns aber nicht davon abhalten einzusteigen.
Anfangs (der Einstieg) war es brüchig und man mußte aufpassen, dass man nichts losgetreten hat.
Laut Topoführer "überwiegend fester Fels"....den mußte man aber suchen.
Als nach der 2. Seillänge die Finger langsam auftauten machte es richtig Spaß, auch wenn Schneereste noch in Ritzen und an Standplätzen zu finden waren.
Insgesamt ist die Route recht gut gesichert, die Schlüsselstelle ist mit IV angegeben, das war auch ok. Wie im Topo beschrieben wird es oben leichter, aber alpin, man klettert immer am Grat, mal rechts oder links und da muß man selber Sicherungen legen. Insgesamt eine recht nette und interessante Route.
Wir hatten eine Route (lt. Topoführer so beschrieben) mit durchwegs festerem Fels erwartet, das trübte die landschaftlich wirklich reizvolle Tour doch ein bischen.
Pünktlich, genau am Gipfel angekommen, hat es dann doch zu nieseln begonnen, das konnte uns aber nichts mehr anhaben. Der Abstieg wurde halt nur ein bischen rutschiger.
Unser alpines Abenteuer haben wir anschließend mit einem Weißbier auf der Alm ausklingen lassen. Ein langer und schöner Tag ging zu Ende.
Robert & Tine




